Caecilienchor

Zum 160. Gründungstag des Chores

Die sieben letzten Worte unseres Herrn am Kreuze (Joseph Haydn)
Passionskonzert
Jubiläumskonzert am 21. März 2010 um 19.15 Uhr in der Klosterkirche Eupen.Die Sieben Letzten Worte Jesu Christi stammen aus drei der vier Evangelien. Diesen während der Kreuzigung ausgesprochenen Sätzen und Worten werden im Christentum besondere Bedeutung beigemessen. Offiziell werden diese Aussprüche als Sieben Letzte Worte bezeichnet, und man stellt sie parallel zur Passionsgeschichte in eine zeitliche Abfolge:

  1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. (Lk 23,34)
  2. „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43)
  3. „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27)
  4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34)
  5. „Mich dürstet.“ (Joh 19,28)
  6. „Es ist vollbracht. (Joh 19,30)
  7. „Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46)

        Schlusschor: "Er ist nicht mehr."

Musikalische Einführung

lesen Sie hier einige einführende Gedanken unseres Dirigenten Gerhard Sporken.

Auslegung
Die traditionelle Exegese liest diese Worte als letzte Botschaft Jesu, mit der er seinen Kreuzestod deutet sowie seinen Jüngern letzte Weisungen gibt.

Die Zahl Sieben hat im Judentum, sowie im daraus hervorgegangenen Christentum, symbolische Bedeutung: Die Woche hat sieben Tage, es werden sieben Todsünden gezählt.

Anfang des 18. Jahrhundert entwickelte der Jesuit Alonso Messia Bedoya († 1732) in Lima aus der individuellen Betrachtung der Sieben Letzten Worte eine außer liturgische Andachtsform, die am Karfreitag von 12 Uhr Mittags bis 15 Uhr gehalten wurde und deshalb Tres horas (drei Stunden) hieß. Der Brauch verbreitete sich über die Spanisch sprechenden Länder in Amerika bis nach Europa. Auch Haydn schuf sein berühmtes Werk für eine solche Andacht in Cádiz. In Italien, wo Papst Pius VI. 1789 ihren Gebrauch erlaubte, hieß sie Tre ore di agonia. Im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war diese Andachtsform als Three-hours service vor allem im englischsprachigen Raum auch in protestantischen Denominationen beliebt. Da es sich um keine Liturgie im strengen Sinne handelte, wurden dabei (entgegen den Regeln für Gottesdienste am Karfreitag) auch Instrumente und mitunter die Orgel verwendet. (Quelle: Wikipedia)

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