Caecilienchor

Cäcilienchor sang im Straßburger Münster

Gerhard Sporken an der berühmten Silbermann-OrgelAm Abend des 19. Juli 2012 hatte der Cäcilienchor an St. Nikolaus zu Eupen die Ehre, den Gottesdienst im Straßburger Münster mit seinem Gesang zu verschönern. Fünf Herren zelebrierten, unter ihnen Dechant Helmut Schmitz, der als Präses, einer Einladung seines Chores gefolgt war, und diesen auf seiner Zweitages-Reise begleitete.

Mit 67 Personen, darunter 43 Sängerinnen und Sänger startete man am frühen Morgen und erreichte nach einem Picknick bei Saverne bereits am frühen Nachmittag die Metropole des Elsaß. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt stand als Höhepunkt der Reise bereits die musikalische Gestaltung der Abendmesse auf dem Programm. Das Liebfrauenmünster, gebaut aus rosa Vogesensandstein, gehört ja zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Die ungewohnte Größe der Kirche; das Mittelschiff mit einer Länge von 103 Metern und einer Höhe von 32 Metern mit Klang zu füllen,  war mit Sicherheit eine, der bisher größten Herausforderungen an den Eupener Chor. An der Chororgel begleitete der Straßburger Domkapellmeister Dominique Debes die Eupener Gäste. Zum Ende der Meßfeier hatte der Cäcilienchor dann noch die Möglichkeit zu einem kleinen Konzert vor den Stufen des Hochaltares, vor immerhin ca. 800 Besuchern. Choristen und mitgereiste Fans hatten danach die Gelegenheit in der Brasserie „Le Gruber“ Flammkuchen in allen Variationen zu probieren.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen ein weiterer Höhepunkt. Gerhard Sporken, seines Zeichens Dirigent des Cäcilienchores, wurde die Ehre zu teil, auf der Hauptorgel des Münster, der berühmten Silbermann-Orgel aus dem Jahre 1716, spielen zu dürfen. Diese Langhausorgel ist eine Schwalbennesterorgel und man benötigt 101 Stufen, um über eine spezielle Wendeltreppe an der Außenfront der Kirche angebaut,  zu ihr zu gelangen. Neben Buxtehude und Bach spielte Sporken auch ein Werk von Dumont, einem Komponisten aus der Lütticher Gegend. Nach dem Abstieg durch die Wendeltreppe und wieder auf sicherem Boden wurde Sporken mit frenetischem Applaus von den Seinen begrüßt.

Über die „Route de Vin“ ging es dann mit dem Bus in das malerische Dorf Riquewihr und nach einer abenteuerlichen Auffahrt zur Ferme-Auberge St. Alexis zu einem ausgiebigen elsässischem Mittagessen.

Zurück in Richtung Heimat dann über Kaysersberg und Colmar via Saarbrücken nach Eupen.

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